Musiktherapie

"Aus der Seele gespielt"
 
Was ist Musiktherapie?
Bei der Musiktherapie geht es nicht um den Erwerb musikalischer Fähigkeiten, sondern sie dient dem Erreichen eines therapeutischen Zieles.
Musik, Klänge und Geräusche spielen in der Entwicklung jedes Menschen eine wesentliche Rolle. Schon im Mutterleib ist das ungeborene Kind von einer Vielzahl an Geräuschen umgeben und in seinen ersten Lebensmonaten orientiert es sich am Klang der Stimmen seiner Eltern. 
Für viele Menschen ist Musikhören oder auch das Spielen eines Instrumentes ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Oft ist die Musik auch Ausdruck eines bestimmten Gefühls oder erinnert an eine erlebte Situation. Es gibt Musik, die entspannt oder andere, die zum Abreagieren von Frust und Ärger hilft; Musik, die zum Tanzen anregt oder die an das erste Verliebtsein erinnert...
Diese Vielzahl an Möglichkeiten macht sich die Musiktherapie zu Nutze, um Menschen in ihrer momentanen Lebenslage zu erreichen und von dort aus neue Perspektiven zu entwickeln.
 
Was passiert in den Therapiestunden?
In der Musiktherapie werden Instrumente verwendet, die auch ohne Vorkenntnisse zum Klingen gebracht werden können, z.B. verschiedene Trommeln, Xylophone, diverse Blasinstrumente aber auch Gitarre und Klavier. Die Kinder erlernen den spielerischen Umgang mit den Instrumenten. Ohne Leistungsdruck und ohne eine Bewertung der Klänge in "schön" und "nicht schön" improvisieren die Kinder gemeinsam mit der Therapeutin oder spielen musikalische Spiele. Die Kinder werden dabei in ihrer jeweiligen Stimmung begleitet und in ihrem Ausdruck unterstützt. So lernen sie sich und ihre Umwelt besser wahrzunehmen, ihre Gefühle auszudrücken und zu verstehen. Im geschützten Rahmen gewinnen Kinder zunehmend Vertrauen zu sich und ihren Fähigkeiten, sie entwickeln den Mut, sich auf Neues einzulassen und Konflikte anders zu lösen. Sie können ihr seelisches Gleichgewicht wieder herstellen. Um dies zu erreichen, kommen in der Musiktherapie auch Elemente wie z.B. Puppenspiele, Malen, Tanzen und Rollenspiele zum Tragen. Von entscheidender Bedeutung ist der Spaß an der Sache und eine gute vertrauensvolle Beziehung zu der Therapeutin.
 
Für wen ist Musiktherapie geeignet?
  • Für Kinder mit sozialen und emotionalen Problemen, z.B. Unsicherheit, Ängstlichkeit, aggressives Verhalten, Krisensituationen, familiäre Probleme.
  • Für Kinder mit Schulschwierigkeiten, z.B. Konzentrationsproblemen, übergroßer Bewegungsdrang, Versagensangst, ADS
  • Für behinderte Kinder. 
    Musiktherapie ist besonders geeignet für Kinder, denen die Sprache nicht ausreichend zur Verfügung steht.
  • Für Kinder mit eingeschränkter Hörfähigkeit. 
    Für diese Kinder sind Erfahrungen mit Schwingungen und Geräuschen sehr wichtig, u.a. für die Sprachanbahnung.
Das Angebot der Musiktherapie richtet sich auch an Erwachsene, die an Selbsterfahrung oder ambulanter Therapie interessiert sind.
Vor Beginn der Therapie werden im Gespräch zwischen den Eltern und der Therapeutin besprochen, welche Wünsche und Erwartungen seitens der Eltern vorhanden sind. Die Therapeutin stellt Möglichkeiten der individuellen Förderung vor und die gemeinsamen Ziele werden geklärt.
 
--> Pressearchiv:
Schulfest der Montessori-Schule am 18.06.2005
"Musik Hand gemacht" - Förderprojekt der Musikschule und der J.S.Bach-Förderschule (2005)

 

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