"König Hupf" am 28.10.2004

Alljährlich veranstaltet die Musikschule Badische Bergstraße in Weinheim eine große Abschlusstheatervorführung mit den Absolventen der Musikalischen Früherziehung. Am 28.10.2004 wurde das Stück "König Hupf der Erste" von Helme Heine im Rolf-Engelbrecht-Haus aufgeführt. Der Saal platzte mit rund 400 Zuhörern aus allen Nähten, als 100 Kinder im Alter von 6 Jahren der Kurse aus Laudenbach, Hemsbach, Weinheim und Hirschberg in farbenfrohen Kostümen ihre Lieder, Tänze und Schauspieleinlagen zum Besten gaben. Fachbereichsleiterin Ulrike Klötzke-Demuth, die verantwortlich war für die Gesamtgestaltung der Aufführung, konnte in diesem Jahr mit einer Neuerung aufwarten: Dorothe Wild vom "Malhaus am Blauen Hut" unterstützte die Musikschule mit ihren Schülerinnen und Schülern. Gemeinsam hatten sie 17 Meter Bühnendekoration gemalt, die das Treiben auf der Bühne gemeinsam mit der Beleuchtungsregie von Hausmeister Eberts in das rechte Licht tauchte. Nahezu magische Anziehungskraft auf alle Kinder besaß die riesige Pappburg vor der Bühne. Gerne hätten sich alle Kinder in der Burg versteckt.

Nach einer kurzen Eröffnungsfanfare der Trompetenschüler aus der Klasse von Frau Brenne ging es los: König Hupf und seine Familie stellten sich vor und tanzten zu den Klängen einer Gavotte von Michael Praetorius, gespielt von einem Blockflötenensemble unter Leitung von Ursula Naß. Als der König sich müde getanzt hatte, legte man sich zu Bett (Laudenbacher Kinder der Klasse Ursula Boller-Schmidt). Den König plagten aber Sorgen und konnte nicht einschlafen. Also hüpfte er im Bett herum. Ein Diener beobachtete das Treiben, und das Unglück nahm seinen Lauf. Das ganze Volk und sogar die Tiere waren empört darüber, dass der König im Bett hüpft und protestierten (Schülergruppe unter Leitung von Christina Brenne). Letztendlich kamen die Minister (Klasse Ulrike Klötzke-Demuth) und sangen so lange einen Rap, bis der König ein Gesetz unterschrieb, dass fortan im ganzen Land niemand mehr im Bett hüpfen dürfe. Darüber wurde der König aber traurig. Nichts konnte ihn aufheitern. Auch nicht die Köche aus den Schülergruppen von Andrea Keil, die zum Milchshake-Mambo von Yma Sumac hinreissend tanzten oder die Zauberer der Schülergruppe von Frau Klötzke-Demuth. Letztendlich mussten die besten Ärzte des Landes heran. Weil ihr Treiben ob der riesigen Spritzen und Heilmittelchen nichts für schwache Gemüter war, führte die Schülergruppe unter Leitung von Eva Kurzendörfer das Ganze als Schattenspiel vor. Erst ein Traum in Form der Maskentänzer (Gruppe Andrea Keil) brachte die Rettung: Der König lächelte und fing wieder an zu hüpfen. Schnell wurde ein Feuer angezündet in Form der Feuertanzgruppe von Frau Brenne(!), damit der König sich nicht erkältet. Schnell breitete sich die frohe Kunde von der Genesung des Königs aus, und das ganze Volk hüpfte vor Vergnügen.

Zum Schluss mussten dann die Zuhörer gemeinsam mit den Kindern auf der Bühne das Lied vom König Hupf singen und dazu hüpfen. Der enorme Aufwand hat sich gelohnt! Eine gelungene Veranstaltung. Man darf gespannt sein auf das Programm im nächsten Jahr.

Unterstützt wurde die Aufführung von:
Blockflötenensemble Hohensachsen, Ltg. Ursula Naß
Trompetenduo, Ltg. Christina Brenne
Monika Kovac, Klavier, Klasse Ursula Boller-Schmidt
Gitarrentrio Weinheim, Ltg. Ralph Fändrich
Bühnenbild: Malhaus am Blauen Hut

--> Fotos der Aufführung
 

(Weinheim Extra)
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(Weinheimer Nachrichten)
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